Rezension Zeitschrift CONCERTO Ausgabe 05/20 zum Album "Celebrating Ella Fitzgerald and Joe Pass":

„Ella Fitzgerald und Joe Pass veröffentlichten zwischen 1973 und 1986 vier Studioalben, die seither als Gipfel der Gitarren/Vocal-Duo Kombination im Jazz gelten. Ob die Zusammenarbeit zwischen der jungen Sängerin CLEO und dem Gitarristen David Grabowski auch so lange andauern wird, ist zu diesem Zeitpunkt unmöglich vorherzusehen. Dass sie allerdings von besonderer Qualität ist, kann nun mit ihrem gemeinsamen Debüt nachvollzogen werden, auf dem sie nicht nur im Titel den Legenden- Duo Respekt zollen. Live im Birdland in Hamburg mitgeschnitten, interpretieren Stimme und Gitarre Jazzstandards auf traditionelle Weise und erzeugen so eine intime Atmosphäre, die dem Vorbild getreu bleibt. Das ein oder andere rhythmische akzentuierte Gitarrenmuster sowie wortlos gesungene Soli setzen dem Vortrag zugleich ein modernes Gewand auf. Zu behaupten, dass CLEO`s Stimme etwas von Ella oder Grabowski wirklich wie Joe klingt, entspräche nicht der Wahrheit, würde aber auch am Ziel vorbeischießen. So zeigen die beiden, dass sie eine eigene Chemie teilen, die einen eigenen Charme ausstrahlt.“ zappy

 

“Schon als 15-Jährige hat sie den Sound von New Orleans eingeatmet, und das hört man ihrer Debüt-CD auch an: Cleos Stimme ist volltönend, voluminös, bluesig und jazzig – als hätte sie ihr Handwerk in der legendären Preservation Hall gelernt. Und doch ist sie nicht auf der Stufe ihrer großen Vorbilder stehengeblieben: Die Sängerin und ihre Band bestechen durch einen erfrischend neuen Blick auf alte Hüte. Die Pop- und Jazzstandards aus dem vorigen Jahrtausend, die man überwiegend mit großer Besetzung kennt, sind entkernt und reduziert auf vier sehr ökonomisch eingesetzte Instrumente; oft reicht allein die Klavierbegleitung aus, um die Songs zu voller Blüte zu bringen. Wenn schon die Premiere der jungen Vokalistin so überzeugend gelungen ist, darf man wohl mit Fug und Recht noch einiges von ihr erwarten.“ (Rainer Nolden) Begründung der deutschen Schallplattenkritik 2017